In der Community wie im realen Leben: Reisende soll man ziehen lassen

Da ist sie nun, die mühsam geplante und aufgebaute Facebook-Seite oder die liebevoll gepflegte Community. Alles wächst und gedeiht, die Mitgliederzahlen entwickeln sich ebenso prächtig wie die Kommentare.

Aber dann, oh schreck: Der erste größere Zoff, Beiträge müssen gelöscht werden und ausgerechnet eines der aktivsten Mitglieder, nennen wir ihn Max, fühlt sich nach der Löschung seines über die Strenge geschlagenen Beitrags auf den Schlips getreten. Die Folge: Er droht damit alles hinzuwerfen und der Community den Rücken zu kehren. Logisch, fühlt er sich doch in seiner Ehre gekränkt.

Die erste Reaktion im Community Management: Wir dürfen ihn auf gar keinen Fall verlieren, mit ihm würde ja schließlich ein wichtiger Baustein im Community-Leben fehlen…

Jetzt heißt es für den Community oder Social Media Manager einen kühlen Kopf bewahren: Offene Diskussionen mit Max sind natürlich erlaubt, individuelle Zugeständnisse oder gar Ausnahmen von den Community-Richtlinien („Weil du es bist …“) aber absolut tabu.

Ein „Wir würden uns trotz der Löschung deines Beitrags freuen, wenn du weiter Teil der Community bleiben würdest!“ sollte das Höchste der Gefühle sein. Wer nur mit einem „Bitte, bitte lösch deinen Account nicht, du bist für die Community soo wichtig!!!“ zum Bleiben überredet werden kann, wird der Community ohnehin beim nächsten lauen Gegenwind den Rücken kehren.

Auch im digitalen Leben gilt daher: Reisende soll man ziehen lassen…

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