Community Management & Marketing: Nutzt Synergien, um die Zukunft eures Unternehmens zu sichern!

Als Marketing-Fachkraft wird einem von Beginn der Karriere an eingeimpft, dass das Produkt möglichst perfekt, zum perfekten Zeitpunkt, am perfekten Ort und an ein möglichst großes Publikum herangetragen werden muss, damit die Reichweite und sämtliche anderen KPI stimmen. Der Fokus liegt entsprechend ihres Jobs klar auf dem Produkt und der Gesundheit der Marke.

Als Community Manger  betrachtet man alles (zumindest mit einem Auge) auch aus der Sicht der Community bzw. der Kunden, die durch die vermehrte Internetwerbung bereits reizüberflutet sind. Auf ihrem Facebook-Stream sollen nur Sachen gepostet werden, für die sie sich auch wirklich interessieren. Daher will man als Community Manager auch einmal etwas veröffentlichen bzw. organisieren, was zwar die Wertigkeit der Community selbst erhöht und für diese entsprechend viel Aufmerksamkeit erzeugt, jedoch nicht per se das Produkt bzw. das Unternehmen in den Vordergrund stellt. Dieses könnte dann eher als Nebeneffekt auftreten, muss aber auch nicht. Dazu gehört z.B. ein Foto, dass den „alltäglichen Wahnsinn“ eines Mitarbeiters des Unternehmens zeigt oder eine Situation „Hinter den Kulissen“ … ohne Photoshop und nur für Mitglieder der Community.

Ein immer wiederkehrender Konflikt zwischen Community Management und Marketing ist unter anderem aufgrund  dieser unterschiedlichen Ansichten fast schon vorprogammiert.

Marketing-Spezialisten müssen daher verstehen, dass Kunden, obwohl sie an dem Produkt interessiert sind, nicht immer nur „marketingkonforme“ Postings sehen wollen. Durch gezielt eingesetztes „Off-Topic“ und/oder “ nicht aufpoliertes“ Material kann ebenso viel positive Aufmerksamkeit generiert werden, in manchen Situationen sogar nur ausschließlich dadurch. Das Unternehmen wirkt so weniger „geleckt“ und „menschlicher“, wodurch eine stärkere emotionale Bindung entsteht.

Aber: Community Manager müssen ebenso einsehen, dass auch Umsätze und schwarze Zahlen generiert werden müssen, damit eine Marke wirtschaftlich erfolgreich ist. Stirbt eine Marke, hat die entsprechende Community der Marke keine Gesprächsgrundlage mehr. Werbe-Postings sind daher notwendig, denn auch daran sind die Kunden interessiert, wenn auch, wie alles im Leben, in Maßen. Wer findet es nicht schön, wenn öffentlich bestätigt wird, dass das, für was man sich interessiert bzw. was man bereits erworben hat, gegenwärtig total im Trend liegt? Sowas teilt man doch auch mal gerne mit einem Kommentar wie „Habe ich auch, ist total cool“.

Wenn beide Parteien intensiv, konstruktiv und kontinuierlich miteinander kommunizieren sowie Planungen gleichberechtigt ausarbeiten und abstimmen, können Synergie-Effekte erzielt werden, die keiner zunächst für möglich halten würde. Zudem sind die meisten Produkte – nicht zuletzt durch die Globalisierung – immer substituierbarer und Kunden können quasi mit einem Klick Anbieter wechseln, sodass die Communities mehr und mehr ein wichtiges Herausstellungsmerkmal auf dem Markt darstellen. Will man z.B. einen Porsche fahren, um ein schnelles Auto zu besitzen? Nein, man will „dazu“ gehören. Daher:

Etabliert gemeinsam, Community Management und Marketing, eure Community als einen Mehrwert für bestehende Kunden und potentielle Neukunden, um die Loyalität zur Marke zu erhöhen und dadurch einen entsprechenden  Mehrwert für euer Unternehmen zu erschaffen. Der Clou: Eure Kunden werden sich für so viel geschenkte Aufmerksamkeit bedanken.

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