Der Troll – Aufzucht und Hege

Aus unserer heutigen Fauna nicht mehr wegzudenken und bestimmt nicht vom Aussterben bedroht, kennen und lieben wir dieses possierliche Wesen: Den Forentroll.

Es gibt ihn in den verschiedensten Formen und nicht selten haben wir Einfluss auf seine Entwicklung, wenn wir beachten, dass er einer ganz speziellen Pflege bedarf. Zunächst einmal sollten wir bedenken, dass der Troll, obwohl oftmals unerwünscht, wie jedes andere Wesen in unserem Universum, durchaus seine Daseinsberechtigung hat und zudem äußerst nützlich ist.

Man denke nur an Spinnen, diese von vielen Menschen ungeliebten Tierchen, die dennoch einen wichtigen Dienst leisten. Ähnlich verhält es sich mit dem Troll. Er kommt meist in belebten Gegenden vor, ist also durchaus als gesellschaftsfreudig und überaus anhänglich zu beschreiben. Dennoch ist er, wild und ungestüm, wie es seinem Wesen entspricht, meist nur schwer zu bändigen. Die Frage ist also, ob man ihn auch domestizieren kann. Die Antwort lautet: Ja, durchaus, man kann.

Man sollte dabei beachten, dass viele Trolle über eine extrem hohe Intelligenz verfügen; im Folgenden wollen wir diesen Teil der Gattung genauer beleuchten. Wir wissen nun also, dass der Troll intelligent ist und seine Intelligenz gekonnt einsetzt, um zu erreichen, was er will. Doch was will er? Oftmals wird er darauf reduziert, dass er es liebt, in einem chaotischen Umfeld sein Unwesen zu treiben, und demzufolge gerne Unruhe stiftet um der Unruhe willen.

Dies entspricht bei weitem nicht immer der Wahrheit. Wir sollten uns stattdessen mit der sensiblen Psyche des entzückenden Wesens näher auseinandersetzen und werden feststellen, dass er wie jedes andere Wesen auch, das Bedürfnis nach Nähe, Anerkennung und vor allem nach Nahrung verspürt.

Warum also gibt man ihm nicht, was erbraucht, so dass er es sich nicht hart erkämpfen muss?

Die Nahrung sollte dabei zu gleichen Teilen aus einer strengen Hand, Verständnis, ein wenig Zuckerbrot und ein bisschen Peitsche bestehen. Weisen Sie Ihren Troll zurecht, wenn er zu weit geht, aber hören Sie ihm auch zu. Fragen Sie ihn nach seinem Wohlbefinden und wenn er sich unwohl fühlt, ergründen Sie die Ursachen. Oftmals ist es nur ein kleiner Schluckauf oder eine Magenverstimmung, die durch gutes Zureden gelindert werden können.

Beachten Sie hierbei unbedingt, dass das Zureden sich nicht auf Gutschi-Gu und Eiteitei beschränken sollte, denn das lässt des Trolls Magen nur noch mehr grimmen: Er will handfeste, sachliche Kost, will, dass man auf sein Befinden eingeht, denn im Prinzip rührt das Unwohlsein meistens nur daher, dass er sein Nest und somit auch die Umgebung der anderen Bewohner des Geheges angenehmer, netter und funktionaler gestalten möchte, denn im Prinzip liebt er es. Er liebt es und will es voranbringen. Wie schon gesagt, wir sprechen hier über die intelligente Variante des Trolls; natürlich gibt es auch den wilden, unzähmbaren, dem man am besten dadurch beikommt, dass man ihm unbeirrt seine Grenzen aufzeigt. Ein sehr probates Mittel ist hierbei auch, dass man den Mitbewohnern des Geheges einen Teil der Arbeit überlässt, denn sie sind oftmals ebenfalls äußerst gereizt, wenn es zu diesen unbequemen Zeitgenossen kommt. Diese Mitbewohner können Ihnen bei der Bändigung des wilden, nicht ganz so intelligenten Trolls helfen, indem Sie ihm eine wichtige Nahrungsgrundlage entziehen: Die Anerkennung. Wir alle kennen doch das alte Hausmittel, nicht wahr: Don’t feed the Troll. Sie sollten ihn mit Nichtachtung oder mit Humor, also einer guten Portion Nicht-Ernstnehmens strafen. Das sollten Sie selbst natürlich auf keinen Fall tun. Sie müssen ihn ernst nehmen, denn sonst wird er zu einer großen Gefahr. Wenn Sie jedoch die Maßnahmen der anderen im Gehege tatkräftig mit der erwähnten strengen Hand unterstützen, sollte der Störenfried alsbald gelangweilt seiner Wege gehen und sich ein neues Betätigungsfeld suchen.

Der intelligente Troll, der weit häufiger anzutreffen ist, als man meinen sollte, kann sich hingegen durchaus zu einem sehr wichtigen und geschätzten Mitglied der Gemeinschaft entwickeln, denn man kann ihn nicht selten dazu bringen, seine unbändige Energie sinnvoll zu kanalisieren und einzusetzen. Gelingt dies, so hat man eines der treuesten, loyalsten und konstruktivsten Tierchen, die man sich nur wünschen kann.

Fazit: Sollte Ihr Gehege von einem Troll befallen sein, erschrecken Sie nicht.

Bewahren Sie Ruhe, identifizieren Sie, um welche Art Troll es sich handelt. Leiten Sie die entsprechenden Maßnahmen ein, um ihn entweder zu vertreiben, oder, was stets die bessere Alternative ist, ihn zu domestizieren.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen eine angenehme Zeit mit ihrem Gehege!

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