Lokaljournalismus und die Angst vor dem Internet

Lokaljournalismus ist immer wieder ein Thema und nicht nur in den deutschen Verlagshäusern, sondern international. Die ehemalige Stärke der Tageszeitungen wurde in den letzten Jahren vielfach vernachlässigt und fristeten zu Ungunsten von Agenturnachrichten ein eher bescheidenes Dasein.

Content-Desks und Personaleinsparungen besonders im lokalen Bereich führten dazu, dass die Leser immer häufiger den Bezug zu Ihrer Tageszeitung verloren. Lokaljournalismus ist aufwändig und teuer und irgendwo muss ja gespart werden.

Das Wesentliche passiert in der Nachbarschaft, die meisten von uns interessiert die Dinge, die im unmittelbaren Umkreis stattfinden. Selbst dann, wenn sie umziehen und weiter weg wohnen.

Als Mitte der 2000er Jahre die ersten Blogs im Internet auftauchten, wurden Blogger noch vielfach von „echten“ Journalisten belächelt. Wir wissen alle, welche Bedeutung Blogs in der heutigen Zeit haben. Um ein Beispiel zu nennen: Das Heddesheim Blog  hat sich in kurzer Zeit als Nachrichtenportal für die Region um Heddesheim etabliert hat.

Inzwischen müssen die Zeitungshäuser erkennen, dass sich eine Investition in den Lokaljournalismus wieder lohnt. Die FAZ berichtet.

Der Lokalkompass beispielsweise ist eine Plattform, die es sowohl Bürger-Reportern als auch den Redakteuren der Anzeigenblätter erlaubt, auf Augenhöhe zu kommunizieren – und zwar tagesaktuell. Ungewöhnlich für einen Anzeigenblattverlag, aber auch in dem Bereich notwendig um zu überleben.

Die Reaktionen der Print-Redakteure, die teilweise seit Jahrzehnten ausschließlich einen Print-Job machten, war sehr verhalten. Sie beriefen sich auf Ihre Status und wollten weder online erreichbar sein, noch online etwas veröffentlichen. Die Angst vor dem „Neuen“ und Unbekannten stand im Vordergrund. Durch viel Support und Hilfestellung haben es die Redakteure inzwischen geschafft, das Portal mit Content zu füllen und die Bürger-Reporter nicht als lästige Konkurrenz anzusehen, sondern als hilfreiche Rechercheunterstützung.

Sie haben erkannt, dass sich ein Mehrwert durch Videos, Fotostrecken und Kommentarfunktionen bietet durch Online-Präsenz generieren lässt. Social Media Netzwerke wie Facebook oder Twitter sorgen für weitere Viralisierungen.

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