Jahreshauptversammlung 2013

Es ist Zeit für eine kleine Zusammenfassung unserer Jahreshauptversammlung Anfang April.

Nach einem sehr interessanten Freitagabend mit einer Google-Führung durch den Pressesprecher Stefan Keuchel, konnten wir uns freundlicherweise für das Wochenende bei den Kollegen von XING einnisten.

Die Jahreshauptversammlung begann mit den vereinstypischen Formalia, unter anderem der Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2011 und 2012 und einem ausführlichen Bericht für 2012.

Wir haben in dem letzten Jahr gemeinsam viel erreicht. Bemerkenswert sind die Workshop-Wochenenden in Berlin und Königstein, aus denen unterer anderem die Öffnung des Verbands für Social Media Manager, unsere neue Webseite und die „Berufsbilder“ entstanden. Mit der erstmaligen fundierten Beschreibung haben wir unserem jungen Berufszweig zum ersten Mal ein Fundament gegeben. Dies wurde auch durch zahlreiche Presseartikel in der Öffentlichkeit gewürdigt. Mehrere Präsentationen, unter anderem auf der CeBit, der Social Media Week oder auf dem CommunityCamp drehten sich um dieses Thema.

Hervorgehoben wurden auch Projekte wie unser erfolgreicher Adventskalender mit Fachbeiträgen, die regelmäßigen Podcasts und die große Attraktivität unserer internen Facebook-Gruppe. Egal welche Fachfrage man haben mag, meist dauert es nicht lange, bis Kollegen in der Gruppe eine Antwort haben. Wir sitzen schließlich alle in einem Boot und müssen das Rad nicht mehrfach neu erfinden.

Die Stammtische, die im Namen des BVCM in vielen Orten regelmäßig stattfinden, sind ein sehr guter Rahmen für den professionellen Austausch. Wir hoffen auch in Zukunft möglichst viele Fachkollegen zu einer Teilnahme begeistern zu können.

Die Zusammenarbeit mit der PZOK, der Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft, ermöglicht uns einen direkten Einfluss auf die Professionalisierung des Berufsbildes. Es war uns hierbei wichtig, einen unabhängigen Partner zu finden.

Um die Arbeit in einem größer werdenden Verband mit einem ehrenamtlichen Vorstand besser aufteilen zu können, haben wir uns im vergangenen Jahr zur Einrichtung von Fachausschüssen entschieden. Insbesondere die Berufsbilder bedürfen einer ständigen Anpassung an die Entwicklungen der Branche. Aber auch der PR-Bereich wird immer wichtiger, um unserem Bundesverband in der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben. Mit Silke Schippmann haben wir zum ersten Mal eine bezahlte Kraft, die neben ihrem ehrenamtlichen Engagement einen nennenswerten Teil der bürokratischen Aufgaben übernimmt.

Die Mitgliederentwicklung war im vergangenen Jahr beeindruckend. Wir konnten im Jahr 2012 die Zahl unserer Mitglieder beinahe verdoppeln. Erfreulich sind auch die 14 Firmenmitgliedschaften im Verband.

Durch die Mitgliederentwicklung und eine sparsame Haushaltsführung konnten wir uns auch einen schönen Puffer auf dem Konto ansparen. Wir stehen auf sehr festen Beinen.

Nach dem Ende der Jahreshauptversammlung diskutierten wir über die weitere Entwicklung des BVCM. Wir wollen unseren Weg wie bisher weitergehen, ihn aber auch an die Anforderungen eines größeren Verbands anpassen. Wir wollen insbesondere unsere Kultur der Offenheit bewahren und daher einen Ehrenkodex einführen. Wir wollen wir nicht, dass der BVCM zu einer Verkaufsveranstaltung wird. Der Austausch unter Kollegen soll im Mittelpunkt stehen. Diese „Netiquette“ unserer Community soll in Kürze formal festgelegt werden.
Bei der Bestätigung neuer Mitglieder werden wir mehr als bisher auf die Einhaltung der Kriterien unseres Satzung achten, um die Qualität des Verbands auf einem hohen Level zu halten.

Am nächsten Tag entwickelten wir die Berufsbilder gemeinsam mit zwei Kollegen der Firma Bosch weiter. Der nächste große Schritt für unseren Berufstand werden interne soziale Netzwerke sein. Die Anforderungen sind dort teilweise anders als im „klassischen“ Community Management. Wir werden daher unsere Berufsbilder entsprechend erweitern. Die Grundlage hierfür haben wir bereits gelegt.

In einem Workshop mit dem wunderschönen Titel „Peer Review“ haben wir außerdem darüber diskutiert, in wie weit man das, in der Wissenschaft gängige Prinzip der Qualitätssicherung auch bei uns im Verband anwenden kann. Konkret ging es um die Fragestellung, wie wir eine konstante Qualität der von uns veröffentlichten Blog Beiträge und Whitepaper gewährleisten können. Im Ergebnis haben wir das Peer-Review-Prinzip ein wenig abgewandelt und einen schlanken Prozess aufgesetzt, den wir in Zukunft auf die genannten Publikationen anwenden möchten.

Im Workshop mit dem Thema „Gesundheit für Webworker“ haben wir über die physischen und psychischen Auswirkungen unserer Arbeit gesprochen. Es tat gut, über das Problem ständiger Erreichbarkeit und des Drucks durch Nutzer zu diskutieren.

Ich möchte noch einmal ganz besonders dem XING Community Team und Stefan Keuchel von Google für die freundliche Aufnahme, Bewirtung und das Engagement der Kollegen vor Ort danken. Das ist nicht selbstverständlich.

Man kann zusammenfassen, dass wir mit der Jahreshauptversammlung wieder einen guten Schritt weiter gekommen sind. Außerdem war es ein wirklich schönes Klassen- und Familientreffen und eine gute Gelegenheit, viele neue Mitglieder persönlich kennen zu lernen. Wir sehen uns spätestens beim CommunityCamp wieder.

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