BVCMler im Fokus: Interview mit Claire-Marie Oberwinter

Claire-Marie Oberwiner ist Community Managerin bei Nissan Deutschland in Brühl und Beraterin bei der Social Media Sprechstunde in Köln. Was ihre Aufgaben bei Nissan sind und welches Auto sie gerne fahren würde, erzählt sie im Interview.

Community Managerin Nissan
Community Manager Nissan

Mit welchen Fünf Aufgaben verbringst du den Großteil deiner Arbeit?

Die meiste Zeit, ich würde schätzen etwa 60-70% meiner Arbeitszeit, verbringe ich mit redaktioneller Arbeit. Ich bin für die NISSAN-Facebook-Seiten D-A-CH zuständig und den deutschen Twitterkanal und verbringe viel Zeit damit, diese Kanäle entsprechend mit Content zu befüllen.
Außerdem bin ich viel auf Twitter unterwegs, immer auf der Suche nach spannenden Konversationen über NISSAN, in die ich mich einklinken kann.
Die meisten unserer Social Media-Kampagnen kommen aus der Zentrale von NISSAN Europa in Paris und ich bin dafür zuständig, diese lokal umzusetzen.
Das eigentliche Community Management wird bei uns von einer externen Agentur gemacht. Wir haben jeden Tag zwischen 10 und 18 Uhr einen Community Manager zur Verfügung, der die Interaktion mit den Usern für uns macht, Anfragen und Feedback der Community an mich weiterleitet und uns in vielerlei Hinsicht zuarbeitet. Die Koordination und Kollaboration mit unserer externen Community Managerin fällt daher ebenso in meinen Aufgabenbereich wie die interne Klärung von User-Anfragen, die über Standardfragen (“Wie kann ich eine Probefahrt machen?”) hinausgehen.
Auch wenn ich viel operativ arbeite, fällt auch strategische Arbeit bei mir an. Ich habe Anfang des Jahres eine neue Twitter Strategie aufgesetzt, derzeit arbeite ich an einer Content Strategie und als nächstes werde ich mir überlegen, wie wir unser Media Budget strategisch sinnvoll einsetzen können.
Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?

Über einige Umwege: Zuerst habe ich eine Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin gemacht, dann ein duales Studium (BWL) im Einzelhandel drangehängt, dort und in der Gastronomie ein paar Jahre gearbeitet und dann noch ein Studium der Kommunikationswissenschaften absolviert. Während dieses Bachelor-Studiums habe ich dann irgendwann gemerkt, dass mich der Online-Bereich besonders interessiert und dabei vor allem Social Media. Also habe ich noch ein Masterstudium in Social Media drangehängt, das ich per Fernstudium an einer englischen Uni gemacht habe. Als ich dann letztes Jahr im Herbst meinen Masterabschluss in der Tasche hatte und auf der Suche nach Kunden war (ich hatte noch während des Studiums auf freiberuflicher Basis gearbeitet), bin ich per Zufall auf das Jobangebot von NISSAN gestoßen und bin dort “hängen geblieben”. Nach einigen Jahren der Suche habe ich jetzt definitiv meinen “Traumberuf” gefunden!
Welches sind Deiner Meinung nach die wichtigsten Skills eines CM/SM?

Ich finde, man muss sich gut in die jeweilige Community reindenken und einfühlen können. Wenn man an der Community “vorbei denkt”, wird es schwer, passenden Content zu kreieren.
Wichtig ist aber auch, dass man sich abgrenzen können muss. Man sollte Kritik keinesfalls persönlich nehmen und man sollte sich im Klaren darüber sein, dass man es nie allen recht machen kann. Humor hilft dabei oft sehr!
Technische Kenntnisse schaden auch nicht und ein Grundverständnis im Bereich Online Marketing ist auch hilfreich. Viel wichtiger finde ich aber, dass ein CM/SM in der Lage ist, zielgruppengerechtes Storytelling zu betreiben.
Im gewissen Rahmen sollte ein CM/SM auch Netzwerker sein. Ich selber gehöre zwar nicht unbedingt zu den total extrovertierten Menschen dieser Welt. Aber ich muss schon intern auf Leute zugehen können, damit ich jederzeit an wichtige Infos komme.
A propos Infos: Ich finde, eine gewisse Servicementalität gehört auch mit zum Job. Man muss Spaß daran haben, der Community zu helfen und Anfragen kundenorientiert zu beantworten. Wenn man immer nur denkt “Ach, wieder so ein nervender Kunde, den speise ich mit einer Standard-Antwort ab.”, ist man falsch in diesem Job (was nicht heißt, dass man das bei manchen Kunden nicht trotzdem denken darf 😉 ).
Welches Auto würdest Du gerne fahren, wenn der Preis egal wäre?

Ein Elektroauto. Gar nicht mal so sehr deswegen, weil das Auto an sich so teuer ist. Vielmehr wäre es recht teuer, bei mir Zuhause die entsprechende Infrastruktur einzurichten (sprich: eine Ladestation). Für mich ist ein Elektroauto aber ein idealer Begleiter und gemessen an meinen Bedürfnissen und Anforderungen wäre es das absolut richtige Auto für mich!

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