Arbeiten 4.0: Social Media verändert Unternehmen

Social MediaVersuch und Irrtum – es ist noch nicht so lange her, dass wir mit dieser Methode unsere Fähigkeiten im Bereich der Social Media Kommunikation verfeinerten. Auch heute noch befinden sich viele Unternehmen auf dem Weg ins Social Web. Diese stehen jedoch nicht mehr vor ganz so großen Herausforderungen wie wir vor einigen Jahren. Inzwischen sind Wirkweise und Zusammenspiel von Social Media in der Kommunikation ausführlich in Masterarbeiten, Fachliteratur und natürlich auch auf vielzähligen Blogs dokumentiert. Eine einfache Google-Suche führt häufig schon zum Ziel.

Der mit Social Media verbundene Paradigmenwechsel von der One-to-many-Kommunikation hin zur Many-to-many-Kommunikation hat sich dabei fast unmerklich etabliert. Wir wissen heute viel über Empfehlungen, aber auch über die Funktionsweise von Algorithmen und den Bedarf neuer Kommunikationsstrukturen in Unternehmen. Gerade letzteres hat große Auswirkungen auf Unternehmensstrukturen und ist heute ein wichtiger Bestandteil der Digitalen Transformation. Einhergehend mit der Industrie 4.0-Bewegung entstand daraus die Überschrift Arbeiten 4.0.

Wie wollen wir künftig (zusammen) arbeiten?

Das Thema Arbeit 4.0 ist inzwischen so wichtig, dass sogar das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein eigenes Informationsangebot, samt Grünbuch dazu gestartet hat. Als Social Media Akteure haben wir diese Veränderungen zum Teil mit ausgelöst, mindestens aber selbst erlebt. Jeder von uns kennt Leute, die aus dem Home-Office heraus ihrer Tätigkeit nachgehen. Auch ist es völlig normal für uns Tools zur digitalen kollaborativen Zusammenarbeit zu nutzen. Themen, die in vielen Branchen gerade erst beginnen zu wirken.

Treiber ist dabei neben der Kommunikation insbesondere der Bereich der vernetzten Technologie. Disruption ist ein gerne genanntes Schlagwort in diesem Zusammenhang.

Spätestens seit den NSA-Leaks von Edward Snowden sind wir uns allen auch der Gefahren durch solche schlauen Technologien bewusst. Der Nutzen ist jedoch ebenfalls nicht von der Hand zu weisen und so müssen wir neue Werte definieren, wie eine datengetriebene Welt künftig funktionieren kann. Der Prozess ist in vollem Gange.

Kommen wir zurück zu der Frage, wie wir künftig zusammen arbeiten wollen. Da geht es darum, ob ich zur Arbeit tatsächlich ins Büro kommen muss. Oder darum, wie der wichtige Informationsaustausch in dezentralen Strukturen zuverlässig funktionieren kann. Wir müssen als Gesellschaft klären, wie die Wirtschaft künftig funktionieren soll. Überall eckt Arbeit 4.0 mit dem Themenkomplex Werte/Ethic an. Wollen wir für eine Firma arbeiten, die schlechte Arbeitsbedingungen hat oder vielleicht wenig sorgsam mit Ressourcen umgeht? Wollen wir selbst ausgebeutet werden oder sollten wir vielleicht alle gleichermaßen an Erfolgen partizipieren? Wie können wir organisieren, dass nicht nur wir als Arbeitende, sondern auch die Kunden glücklich sind mit unseren Leistungen und den Leistungen der Unternehmen?

Transparenz ist der Treiber

Befeuert werden die Fragestellungen rund um Arbeiten 4.0 durch die entstehende Transparenz in digitalen internen und externen Communities, Inter- und Intranets. Das geht auch an uns persönlich nicht vorbei. Wir machen uns Gedanken über allerlei Optimierungsmöglichkeiten: Hausautomatisierung, Mobilitätsautomatisierung, Energieoptimierung und vieles mehr. Warum sollten wir dann vor Strukturen oder den Produkten von Unternehmen halt machen? Machen wir nicht. Viele Unternehmen befinden sich im Umbruch und sind bemüht den Zug der Digitalisierung nicht zu verpassen.

Bildschirmfoto 2015-11-18 um 11.37.32Mit diesem Text möchte ich Euch inspirieren, Euch mit dem Thema Arbeit 4.0 zu beschäftigen. Es wird zwangsläufig Auswirkungen darauf haben, wie ihr künftig arbeiten werdet und vielleicht auch darüber, wie ihr arbeiten wollt. Als Einstieg kann ich Euch die Proklamation „Zukunft der Arbeit“ oder das Blog Arbeiten 4.0 empfehlen, an denen ich als Autor mitgewirkt habe. Vieles darin ist für Euch vielleicht nicht neu, aber die Intensität wird Euch vielleicht überraschen. Wir merken das ja auch schon in der Ausgestaltung unserer eigenen digitalen Berufsbilder. Mich würde interessieren, wie es sich bei Euch auswirkt. Vielleicht starten wir dazu in den Kommentaren einen Dialog. Ganz transparent, so wie wir Social Media Leute das eben machen. Ich freu mich drauf und wünsche Euch schöne Festtage!

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.