Einfach und effektiv Facebook Ads erstellen

BVCM Adventskalender

Noch nie war es einfacher als zu Zeiten von Facebook und Co. seine Zielgruppe zu erreichen. Doch gerade aufgrund der vielen Möglichkeiten ist es wichtig, diese auch effektiv auszuschöpfen. Gerade Facebook Ads bieten viele Möglichkeiten, wenn man sie richtig nutzt.

Grundlegend gilt, dass man sich, bevor man Anzeigen schaltet, erst einmal Gedanken zu folgenden Fragen macht:

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  1. Welche Ziele möchte ich erreichen?
  2. Wen möchte ich erreichen?
  3. Welche Inhalte habe ich für dieses Ziel?
  4. Was ist mir dieses Ziel wert?

Wenn man sich über diese Punkte im Klaren ist, muss man sich überlegen, wie man die Anzeige erstellt. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Ads Manager
  2. Power Editor

Da der Power Editor viel mehr Einstellungsmöglichkeiten bei der Ad-Erstellung bietet, ist dieser zu präferieren. Auch wenn der Ads Manager vermeintlich einfacher zu bedienen ist.

Im Power Editor erstellt man sich nun eine Zielgruppe. Hierzu hat man wieder drei Möglichkeiten:

  1. Custom Audience
  2. Lookalike Audience
  3. Saved Audience

Je nach Ziel und Zielgruppendefinition, sind diese unterschiedlich gut geeignet.

Custom Audiences benötigen vorab noch die Implementierung des Facebook Pixels auf der eigenen Website und sind hervorragend geeignet, um Retargeting zu betreiben. Nach der momentanen Gesetzeslage würde ich den Einsatz als eher komplex (Grauzone) bezeichnen. Für Fragen zur rechtssicheren Implementierung des Facebook Pixels verweise ich an dieser Stelle gern auf den dazugehörigen Artikel von Thomas Schwenke. Er geht auch auf die Möglichkeit ein, Custom Audiences mit einer Kundenliste zu erstellen, hier sind allerdings in Deutschland rechtliche Grenzen erreicht.

Lookalike Audiences sind super geeignet, um eine große relevante Zielgruppe aufzubauen, die den Fans der eigenen Fanpage „sehr ähneln“, also grundsätzlich schon einmal ein Interesse an meinem Produkt haben könnten. Der Einsatz ist meines Wissens rechtlich unbedenklich. Man kann später auf Anzeigenebene die Zielgruppe noch genauer ausjustieren. Lookalike Audiences, die auf einer Custom Audience oder dem Facebook Pixel basieren, sind, wie oben erwähnt rechtlich problematisch.
Saved Audiences bieten die Möglichkeit, sich eine Zielgruppe selbst zusammen zu klicken und zu speichern.
Thomas Hutter geht in seinem Blog näher auf den Unterschied zwischen Custom Audiences und Lookalike Audiences ein.

Wenn man ein eventuelles rechtliches Risiko scheut, empfehle ich auf jeden Fall die fanbasierten Lookalike Audiences auszuprobieren. Sie sind schnell angelegt und man hat auf jeden Fall eine relevantere Zielgruppe, als wenn man einfach Freunde und Freunde von Freunden targetet (wie es beim Standard-Boosting voreingestellt ist). Mehr zum Thema Social Media-Recht, könnt ihr hier in unserem BVCM-Podcast nachhören.

Hat man sich jetzt eine Zielgruppe erstellt, gestaltet man nun seine Anzeige. Hier gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, auf die ich hier nicht näher eingehen kann. Relevanz und eine adäquate Zielgruppenansprache (Bild und Text) sind aber entscheidend.

Besonders aus E-Commerce-Sicht bietet sich das Anzeigenformat Carousel Ad an, da man hier mehrere Produkte in einer Anzeige bewerben und diese jeweils auf die entsprechende Landingpage verlinken kann. Der Kunde sieht also direkt, was er bekommt. Wenn er klickt, kann man davon ausgehen, dass er sich sehr für das abgebildete Produkt interessiert. Hier kommt dann die Qualität der Landingpage ins Spiel, um die Conversion für Kunden so einfach wie möglich zu gestalten. Relevanz spielt auch hier eine große Rolle. Findet der Kunde nicht das vor, was er erwartet, hat man ihn verloren. Karim-Patrick Bannour beschreibt im OnPage.org Blog, wie man Carousel Ads sonst noch einsetzen kann.

Laut Gina Lauber von Facebook haben Carousel Ads eine bis zu 50% geringere CPC (cost per click) als Single Image Ads und eine bis zu 50% höhere CTR (clickthrough rate).

Mit den Zielgruppeneinstellungen im Power Editor und den Carousel Ads hat man ein mächtiges Tool-Set an der Hand, um seine Ziele auf Facebook besser zu erreichen. Probiert den Power Editor und Lookalike Audiences einmal aus. Es lohnt sich!

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