Corporate Community Management: Mit Multiplikatoren zum Modern Workplace

Champions, Power-Nutzer, Floorwalker, Ambassadoren: Wenn der digitale Arbeitsplatz, z. B. mit Office 365, in einer Organisation mit Leben gefüllt werden soll, braucht es die Unterstützung von (freiwilligen) Helfern. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf Multiplikatoren, die mit Spaß, Verve und Empathie andere Mitarbeitende dabei unterstützen, digitale Tools und Arbeitsweisen für sich zu entdecken und zu verinnerlichen. Von informellen Angeboten („Sprich mich gerne an, wenn du eine Frage hast …“) bis hin zu formellen Coaching-Sessions („Lunch’n’Learn“, „Brownbag Lunch“) sind zahlreiche Formate denkbar. Gemeinsam haben sie alle ein Ziel, das auch den Corporate Community Manager bewegt: Wie gelingt Wissenstransfer innerhalb der Organisation? Welche medialen und persönlichen Formate helfen Menschen beim Umstieg und Kennenlernen der neuen digitalen Möglichkeiten? Die Kernfragen zeigen: Für unternehmensinterne Community Manager bietet sich die große Chance, für sich und ihre Anliegen zu werben und Sichtbarkeit und Stellenwert virtueller Gemeinschaften signifikant zu erhöhen.

Konkrete Hilfestellung statt „Belehren & Bekehren“

„Wie funktionieren die Instrumente? Wie stiften sie konkret nutzen bei deinen konkreten Aufgaben? Von welchen deiner Erfahrungen können andere profitieren? Welche Tricks und Kniffe sind noch nicht bekannt?“ Antworten auf diese und andere wichtige Fragen möchten die Kolleginnen und Kollegen nicht primär durch eine gut gemeinte Armada von Erklärmedien, Gimmicks oder virtuelle Assistenten und Chatbots vermittelt bekommen. Nichts kann und soll den persönlichen Austausch ersetzen, deshalb sind Mitstreiter aus Fleisch und Blut so wertvoll. Community Management wird im wahrsten Sinne des Wortes „be-greifbar“: Die Protagonisten haben die Chance, ihren Wertbeitrag für die digitale Transformation im Inneren herauszustellen und einen aktiven Beitrag für die Etablierung interaktiver und partizipativer Arbeitsweisen zu leisten.

Doch was braucht es, um die hier skizzierten Champions-Programme zum Erfolg zu führen und Nutzer virtuell und real zu vernetzen? Wie können Community Manager einen konkreten Beitrag leisten und langfristig vernetztes, kooperatives Arbeiten und den Aufbau von Communities online und offline zu unterstützen?

  1. Mitreißende Geschichte mit Zeichen, Symbolen, Bildern. Ziele, Status, Verantwortlichkeiten, Meilensteine – alles unerlässliche Bausteine für den digitalen Arbeitsplatz. Darüber hinaus braucht es Sinnstiftung und Emotionalität. Die wird z. B. durch einen markanten, (international) verständlichen Projektnamen samt erläuterndem Claim, ein aufmerksamkeitsstarkes Visual oder auch einen Avatar bzw. eine Perspektivfigur erzeugt. Namenswettbewerbe o. Ä. sind eine zusätzliche tolle Geste: Schließlich geht es um Modern Workplace von den Mitarbeitenden für die Mitarbeitenden – Storytelling, das durch Community Manager angeleitet wird, wirkt!
  2. Zentraler Ankerplatz und Info-Hub. Ein klarer, verlässlicher Ankerplatz für sämtliche Informationen und begleitende Materialien zum Projekt, den digitalen Instrumenten und den Aktivitäten zur Einführung & Verankerung werden sowohl von den Nutzern wie auch Multiplikatoren gewürdigt und unterstützt beim Wissenstransfer. Eine solche Plattform aufzubauen, zu befüllen und zu pflegen, schreit förmlich nach der Unterstützung von empathischen Community Managern die wissen, was ihre Zielgruppen bewegt.
  3. Begleitmedien & Erklärstücke – digital, gedruckt, persönlich. „Was ist meine Rolle? Was wird von mir erwartet? Wie vermittle ich Inhalte? Wie kann ich wertvolle Feedbacks von Nutzern anderen verfügbar machen und die Angebote weiter verbessern?“ – Multiplikatoren brauchen eigens für sie konzipierte und produzierte Medien und Unterstützung, damit sie ihre Aufgaben optimal und gerne ausfüllen können.
  4. „Signalling“ sicherstellen. Viel Wertschätzung und eine Prise „digitaler Werkstolz“! Champions, Floorwalker & Co. wollen und müssen anderen signalisieren, dass sie die richtigen Ansprechpartner auf dem kurzen Dienstweg sind. Es mag plump wirken: Doch Buttons, Laptop-Aufkleber, T-Shirts u. a. werbliche Materialien sind unverzichtbar, um die Ideen und Möglichkeiten des digitalen Arbeitsplatzes näher an die Menschen zu bringen und auf die Helfer aufmerksam zu machen. Eine dosierte Anwendung hiervon wirkt – gerne auch durch aktive Mithilfe von Community Managern.
  5. Feedback-Loops und Hilfe-Communities. Auch das Community Building der Multiplikatoren untereinander sollte nicht unterschätzt werden. „Wie helft ihr anderen? Was werdet ihr häufig gefragt? Wie geht ihr mit XYZ um?“ – die Feedback-Schleifen bieten Community Managern einen wertvollen Themenseismograph, bei welchen Themen die Mitarbeitenden noch Schmerzpunkte haben.

Fazit: Der digitale Arbeitsplatz und Office 365 bergen für das Corporate Community Management die große Chance, neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit zu etablieren und dabei auch das eigene Profil als Coach und Berater der Fachabteilungen zu schärfen. Ohne Mitstreiter wird dies nur schwerlich gelingen. Wer aber gemeinsam mit engagierten Helfern Tools & Arbeitsweisen Schritt für Schritt in einzelnen Teams und Abteilungen ausrollt, bereitet den Nährboden für eine blühende Community-Landschaft weit über die Einführung neuer Software-Lösungen hinaus.

Photo by „My Life Through A Lens“ on Unsplash

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