Steigende Ausgaben und unnötiger Content sind die Folge einer schlechten strategischen Planung

In unserer Reihe „BVCM-Berufsprofile: Was macht eigentlich ein…? kommt heute Finn Reddig zu Wort.

Finn Reddig

Finn ist seit 2016 Social-Media-Direktor bei DDB Hamburg, leitet das Social Media Team und entwickelt Kommunikations- und Plattformstrategien. Er und sein fünfköpfiges Team beraten aktuell, neben anderen renommierten Kunden, vorwiegend den Volkswagen-Konzern.

Dass die Social-Media-Plattformen in den letzten Jahren so enormen Zuwachs erfahren haben, liegt laut Finn vorwiegend darin begründet, dass sich das Nutzerverhalten, und zwar gerade das der jüngeren Menschen, geändert hat. TV und Zeitschriften verlieren an Wertigkeit, die Bedeutung von sozialen Medien steigt hingegen. Von daher macht es Sinn, dass sich Unternehmen selbst auf die Plattformen begeben, auf der ihre Zielgruppen unterwegs sind.

Für die Messbarkeit ihres Erfolgs nutzen er und sein Team zum einen die Tools, die von den Plattformen zur Verfügung gestellt werden, und zum anderen zusätzliche Analytics Tools, wie zum Beispiel Quintly, insbesondere für tiefere Analysen über einen längeren Zeitraum oder mit Publishing-Fokus zur Content-Organisation und Redaktionsplanerstellung.

Als größten Fehler des Social Media Managements benennt Finn die mangelnde strategische Planung der Aktivitäten:

Wenn keine gute strategische Aufstellung vorhanden ist, wird zu viel unnötiger Content produziert, die Ausgaben steigen und die Business-Ziele werden nicht erfüllt. Hinzu kommt, dass trotz der Tatsache, dass Analysen dazu stattfinden, was Mitglieder auf diesen Plattformen gut finden, die Ergebnisse dieser Analysen häufig nicht intensiv genug genutzt werden und damit potenzielle Lernerfolge ausbleiben.

Zu welchen Konsequenzen eine unzureichende Social-Media- und Content-Strategie führt, welche Fähigkeiten ein Social Media Manager braucht und wie Finn in die Zukunft blickt, erfahrt ihr im ausführlichen Interview.

Download des Interviews

Den ersten Teil der Reihe mit Tom Noedig (DER Touristik) und die Hintergründe zur BVCM-Studie findet ihr hier: Was macht eigentlich ein Social Media Manager?

Im zweiten Teil der Reihe erzählt Karim Charinti (Deutsche Telekom) aus dem Berufsalltag eines Community Managers in sozialen Netzwerken: Als Community Manager sind wir das Sprachrohr des Unternehmens.

Katharina Krentz (Bosch) spricht im dritten Teil über die Herausforderungen als Corporate Community Managerin: Wie verändert Corporate Community Management eine Organisation?

Über die gleichzeitige Interessenwahrung auf Seiten des Unternehmens und auf Seiten des Kunden, spricht Bianca Oertel (MOTOR-TALK), im vierten Teil der Reihe. Sie sieht dies als Hauptaufgabe eines Community Managers auf einer unternehmenseigenen Plattform: Der Community Manager als Schnittstelle zwischen Nutzer und Unternehmen

Für Manuela Braun (MyHammer) ist der größte Fehler eines Unternehmens, wenn sie die Fragen der Nutzer ignorieren. Manuela arbeitet als Community Managerin in einem sozialen Netzwerk und gibt hilfreiche Tipps: Der größte Fehler ist es, wenn Unternehmen die Fragen der Nutzer ignorieren

Über Abteilungsgrenzen hinaus vernetzt zu sein, ist für Denise Henkel (F&P), als Community Manager auf einer unternehmenseigenen Plattform, entscheidend: Eine transparente Arbeitsweise und offene Kommunikation sind elementar für die Arbeit eines Community Managers

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