Unsere Mitglieder rezensieren: “Die Macht der Community” von Ariane Brandes

Mit großer Freude dürfen wir euch weitere Buch-Rezensionen von unseren Mitgliedern aus dem Verband vorstellen. Dieses Mal zum Community Management Fachbuch “Die Macht der Community: Wie Sie zum Community Manager werden und erfolgreich ein Online-Netzwerk aufbauen” von Ariane Brandes. Vielen Dank an Lennart Crossley und Diana Riemer für die detailreichen Erläuterungen!

Fakten zum Buch: Ariane Brandes, Die macht der Community: Wie Sie zum Community Manager werden und erfolgreich ein Online-Netzwerk aufbauen, 272 Seiten, Redline-Verlag, 19,99€

Titelseite des Buches “Die Macht der Community: Wie Sie zum Community Manager werden und erfolgreich ein Online-Netzwerk aufbauen” von Ariane Brandes

Wer sollte das Buch lesen?

Lennart Crossley:

Als jemand der hauptberuflich Communities im On-und Offline-Umfeld betreut ist es mir wichtig mich kontinuierlich, effizient und nachhaltig weiterzubilden. Doch auch Community Manager, die vielleicht im Ehrenamt unterwegs sind oder sich gerade erst in das Thema einarbeiten haben diesen Need. Und genau dieser Ansatz Arianes eben auch jene abzuholen, die bisher vielleicht keinen Zugang zu dem Thema gefunden haben oder überhaupt wenig über digitales Networking wissen, macht das Besondere an diesem Buch aus.

Diana Riemer:

Auf inhaltlichen 240 Seiten wird der Lesende von der Autorin an die Thematik herangeführt. Das Buch richtet sich an absolute Neulinge in dieser Branche. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Branchenerfahrene hier noch etwas „dazulernen“ oder das Geschriebene einen großen Mehrwert bietet, denn die Themen gehen wenig in die Tiefe.

Fazit: 

Als Einstieg in das Thema Community Management lohnt sich die Lektüre in jedem Fall. Vielleicht finden Erfahrene auf diesem Gebiet nicht alles auf 272 Seiten spannend oder erhalten neues Wissen, aber für etwas frischen Wind lohnt es sich, reinzuschauen.

Aufbau und Inhalt des Buches

Lennart Crossley:

Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert und gibt ausgehend von der grundsätzlichen Definition, über das notwendige Anforderungsprofil und die wesentlichen Strategien einen guten Überblick über das Zusammenspiel zwischen Content, Dialog und Strategie. Werden Aspekte für den eigenen Geschmack zu kurz behandelt, bietet die ausführliche Literatur- und Linkliste mehr als genug Absprungpunkte für Deep Dives.

Angereichert mit Interviews, Checklisten und Recaps am Ende des jeweiligen Kapitels ermöglicht Ariane ihren Lesern auch beim schnellen „Drüberlesen“ die wichtigsten Kerninfos schnell zu erfassen und jeweils in Beziehung zum Gesamtkontext zu setzen.

Wer sich etwas mehr Zeit für die Kapitel nimmt, findet immer wieder wertvolle Gedankenanstöße, wie die folgenden:

  • „Die Sphäre der Communitys ist von labyrinthsicher Unübersichtlichkeit. Sie ist ein Spiegelbild   unserer pluralistischeny globalisierten Gesellschaft…“
  • „Der Content stellt den Magnetismus eines Social-Media-Auftritts her.“
  • „Content und Dialog machen zusammen das Charisma einer Community aus.“
  • „Zugehörigkeit zu einer Community wird als Erweiterung des eigenen Ichs gesehen, und so sind viele Posts als Verlängerung von Selbstgesprächen aufzufassen.“
  • „Authentizität und Empathie sind die Elemente, die die Erwartungshaltung an Ihren Dialog dominieren.“

Ob nun ein Social Login zwingend angeboten werden muss, niemals antizyklisch gepostet werden sollte, die Anzahl der Fans wirklich die „wichtigste Kennziffer“ ist oder FOMO als Triebfeder einer Community genutzt werden sollte – darüber lässt sich sicher streiten.

Unbestreitbar ist jedoch das komplexe Geflecht aus eigenen und fremden Ansprüchen, in dem ein Community Manager sicher navigieren können muss. Diesen Punkt arbeitet Ariane in Kapitel 5 auf eine, wie ich finde sehr treffende Art und Weise, heraus. Etwas, das in vielen Abhandlungen zu diesem Themenbereich meist außer Acht gelassen wird.

Blick ins Inhaltsverzeichnis des Buches

Diana Riemer:

Die Einteilung der verschiedenen Communities findet […] erst auf Seite 24 statt. Ich persönlich finde das zu spät.

Ein paar Seiten später wird dann das Berufsbild und die Anforderung an Community Manager:innen behandelt. […]hier wird das Thema nur grob eröffnet und dann ohne Tiefe beendet. Dafür ist das Buch aber auch nicht da, um fair zu bleiben.

Die Grafiken in dem Buch sind aber sehr gelungen und absolut keine 0815-Grafiken aus den Weiten des Internets. Die Überschriften sind gewöhnungsbedürftig, haben mich aber nicht allzu sehr gestört. Was mich aber allerdings gestört hat, waren die Links mitten im Text. Soll ich sie abtippen? Anklicken kann ich sie sowieso nicht. Unschön sind sie und sie stören den Lesefluss.

Fazit: 

Das Buch deckt inhaltlich ein breites Spektrum an Themen rund um Community Management, vor allem mit Fokus auf das Zusammenspiel von Content, Dialog und Strategie ab und geht dabei wenig in die Tiefe der einzelnen Thematiken. Wer tiefer in die Themen eintauchen möchte, kann dies über die angegebene Link- und Literaturliste tun.

Die Quintessenz aus den Rezensionen

Das Buch von Ariane Brandes “Die Macht der Community” gibt einen guten Überblick über das Zusammenspiel zwischen Content, Dialog und Strategie. Durch Interviews, Checklisten und Recaps erhält der Leser immer wieder alle wichtigen Kerninformationen sowie neue Denkanstöße. Das Buch richtet sich zum Teil an Neulinge und die, die es werden wollen, dazu liefert es Eindrücke wie Beispiele, verschiedene Communitys, Interviews und sehr gelungene Grafiken. Allerdings ist der Schreibstil des Buches ein Kritikpunkt – “Dieser wirkt steif, wenig einladend und unnahbar” (Diana Riemer). Hier hätte neben Wissen auch etwas mehr Charakter enthalten sein können. 

Wir danken Ariane für die Bereitstellung des Buches und den beiden Rezensenten für das Feedback!

Weitere Rezensionen unserer Mitglieder:

“Social-Media-Marketing für Dummies” von Gero Pflüger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.